Privattour: Kloster Saghmosawank, Allee des Alphabets, Festung Amberd, Oschakan, Kirche Karmrawor

Kloster Saghmosawank, Allee des armenischen Alphabets, Festung Amberd, Oschakan, Kirche Karmrawor

1. Kloster Saghmosavank

30-40 Min.
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Am Rand der malerischen Kasagh-Schlucht, nördlich von Mugni, erhebt sich Saghmosavank – das "Kloster der Psalmen", dessen Name wie ein Gebet klingt. Gegründet im 12.-13. Jahrhundert von der adligen Familie der Watschutjan, war es nicht nur ein geistliches Zentrum, sondern auch ein Ort, an dem unschätzbare Manuskripte geschrieben und aufbewahrt wurden. Die Klosteranlage umfasst vier Gebäude: die prächtige Hauptkirche des Heiligen Zion, eine Vorhalle, eine geräumige Bibliothek und die schlichte Kapelle der Heiligen Gottesmutter. Hoch über der Schlucht stehend, haben die Steinmauern von Saghmosavank die Jahrhunderte überdauert und in sich die Kraft der Gebete und den leisen Klang der Natur bewahrt.

1988 beschädigte ein Erdbeben das Kloster schwer, und es schien, als würde es lange verstummen. Doch 1998 begann eine umfassende Restaurierung, und im Dezember 2000 erstrahlte das Kloster wieder in voller Pracht.

Heute empfängt Saghmosavank Reisende mit einem grandiosen Blick auf Berge und Schlucht, während in seinen Mauern eine tiefe Stille herrscht – als würde die Erde selbst einen ewigen Psalm singen. Am Rand der Klippe, mit Blick auf das endlose Tal, spürt man, dass dieser Ort für Gebet, Einkehr und inneren Frieden geschaffen ist.

2. Allee des armenischen Alphabets

15-20 Min.
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Am Fuße des majestätischen Berges Aragats, im stillen Dorf Artashavan, erhebt sich das Allee des armenischen Alphabets, wo die Bergwinde uralte Geschichten zu erzählen scheinen. Errichtet im Jahr 2005 zum 1600‑jährigen Jubiläum der armenischen Schrift, ist es seitdem ein Anziehungspunkt für alle, die die Kultur Armeniens spüren möchten.

Der Architekt Jim Torosyan schuf nicht nur ein Denkmal, sondern ein steinernes Gedicht, in dem jeder Buchstabe wie ein lebendiges Fragment nationaler Geschichte wirkt. Neununddreißig monumentale Zeichen reihen sich vor der Bergkulisse auf, leuchten in warmen Farbtönen und tragen traditionelle armenische Muster.

Das armenische Alphabet, entstanden 405 n. Chr. durch den Gelehrten Mesrop Maschtoz, veränderte das Schicksal des Volkes, indem es die Übersetzung heiliger Texte ermöglichte und das Christentum festigte. Die ursprünglich 36 Buchstaben wurden später um drei erweitert, und diese harmonische Reihe begleitet die Armenier nun seit über anderthalb Jahrtausenden.

Wer zwischen den gewaltigen Lettern wandelt, spürt den Atem der Geschichte und die Kraft, die in dieser Schrift liegt. Besucher kommen hierher, um seltene Aufnahmen zu machen, großartige Landschaften zu bewundern und die kulturellen Wurzeln eines alten Volkes zu berühren. Das Denkmal fügt sich harmonisch in die raue Natur ein und erinnert daran, dass Sprache und Kultur ewige Hüter des Gedächtnisses sind.

3. Festung Amberd

50-60 Min.
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Wie ein stiller Wächter aus Stein thront die Festung Amberd seit Jahrhunderten an den Hängen des Berges Aragats. Hier ziehen Wolken an den Felsen vorbei, und der Wind trägt das Echo längst vergangener Zeiten. Auf über 2300 Metern Höhe erbaut, scheint sie über den tiefen Schluchten zu schweben und mit der rauen Berglandschaft zu verschmelzen. Es ist also kein Zufall, dass der Name der Burg aus dem Armenischen mit "Festung über den Wolken" übersetzt wird.

Die armenischen Baumeister verstanden es, die Natur selbst zur Verteidigung zu nutzen. Ein schmaler Felsvorsprung, umgeben von steilen Klippen, bot die perfekte Grundlage für eine uneinnehmbare Festung. Im Herzen der Anlage steht ihr wertvollstes Schmuckstück – die Kirche, die 1026 von Fürst Vahram Pahlavuni erbaut wurde. Ihre klaren Linien fügen sich bis heute harmonisch in die Berglandschaft ein.

Rundherum liegen die Ruinen eines Palastes, Reste mächtiger Mauern und Türme, die einst den strategisch wichtigen Weg ins Ararat-Tal bewachten. In alten Zeiten trotzte Amberd zahlreichen Angriffen und verkörperte die Stärke und Ausdauer der armenischen Fürsten.

Heute empfängt die Festung Besucher mit Stille und Weite. Die Panoramen von Bergen und Schluchten lassen die Vergangenheit lebendig werden, und ein Spaziergang entlang der uralten Mauern ruft Bilder von Wachtfeuern und klirrenden Schwertern hervor. Amberd vereint wilde Natur und die Erhabenheit mittelalterlicher Architektur – ein Ort, an dem Geschichte greifbar wird.

4. St.-Mesrop-Mashtots-Kirche von Oshakan

30-40 Min.
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Oshakan ist einer der ehrwürdigsten Orte Armeniens, an dem sich Geschichte und Spiritualität zu einer untrennbaren Einheit verbinden. Erste Erwähnungen stammen aus dem 5. Jahrhundert, als im Jahr 440 Fürst Vahan Amatuni die Bestattung von Mesrop Mashtots, dem Schöpfer des armenischen Alphabets, veranlasste.

Das armenische Alphabet entstand mehr als ein Jahrhundert nach der Annahme des Christentums als Staatsreligion in Armenien, als die einheimische Bevölkerung, die die griechischen und aramäischen Liturgien nicht verstand, noch heidnisch war. Um das Christentum unter den Menschen zu verankern, war es daher notwendig, die Bibel ins Armenische zu übersetzen. Diese Übersetzung wurde von Maschtoz initiiert, der seit Jahrhunderten als Heiliger der Armenischen Apostolischen Kirche verehrt wird. Über seinem Grab wurde zunächst eine kleine Kapelle errichtet, und Jahrhunderte später, im 19. Jahrhundert, entstand hier eine majestätische Kirche zu Ehren des heiligen Mesrop Mashtots. Seither gilt Oshakan als Heiligtum für jeden Armenier, denn hier beginnt das schriftliche Erbe der Nation.

Jeden September versammeln sich Schulkinder mit ihren Eltern an diesem Ort, und die Erstklässler legen am Grab von Mashtots ein feierliches Gelöbnis ab, die Traditionen ihrer Muttersprache zu bewahren und fortzuführen. Die Atmosphäre des Ortes ist von tiefer Empfindung durchdrungen: spürbar ist nicht nur die Last der Jahrhunderte, sondern auch das lebendige Band zwischen den Generationen. Die steinernen Mauern der Kirche tragen die Stille der Gebete und das Flüstern der Dankbarkeit all jener, die den großen Erzieher verehren.

Oshakan ist längst mehr als nur ein Dorf – es ist ein Symbol geistiger Beständigkeit, wo jeder Schritt an die Größe der armenischen Schrift und an den Mann erinnert, der sie seinem Volk schenkte.

5. Kirche Karmravor

20-30 Min.
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Unter den Schätzen der Provinz Aragatsotn nimmt die Kirche Karmravor einen besonderen Platz ein – klein an Größe, doch von erstaunlicher Harmonie, die wie durch ein Wunder nahezu unverändert bis heute erhalten blieb. Hinter ihrer Bescheidenheit verbirgt sich Größe: Forscher vermuten, dass sie einst als Privatkapelle eines Fürstengeschlechts diente, was ihr einen besonders intimen Charakter verleiht.

Der Name Karmravor, "die Purpurne", geht auf die einst leuchtenden Dachziegel zurück, die im Sonnenlicht glänzten wie edler Stoff. Ihre niedrigen Mauern und die zarte Kuppel beeindrucken durch vollkommene Proportionen – ein Beispiel dafür, wie armenische Meister Schlichtheit und tiefe Spiritualität zu vereinen wussten.

Anders als viele Bauwerke blieb Karmravor fast ohne Umbauten oder Restaurierungen erhalten und ist damit eines der seltenen authentischen Beispiele frühmittelalterlicher Architektur. Hier gibt es keine übermäßige Monumentalität – nur ein stilles Gebet aus Stein, erfüllt von Wärme und Aufrichtigkeit.

Heute ist Karmravor eines der ergreifendsten Zeugnisse der armenischen spirituellen Kultur. Wer vor dem schlichten Eingang steht, kann sich leicht vorstellen, wie hier vor Jahrhunderten Fürsten und ihre Familien zusammenkamen, um in dieser kleinen Kirche zu beten – einem ewigen Symbol für Demut und Reinheit des Glaubens.

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Melania Hakobyan

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Ich bin Melania Hakobyan, Mitglied des Armenischen Verbands der professionellen Reiseleiter und der Armenischen Tourismusföderation. Seit 2017 habe ich die Ehre, Touristen und offizielle Delegationen zu begleiten und dabei nicht nur die jahrtausendealte Geschichte Armeniens, sondern auch die Herzlichkeit und legendäre Gastfreundschaft meines Volkes zu präsentieren. Reiseleitung ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern eine Mission – mein Heimatland mit Stolz und Liebe zu repräsentieren. Wenn Sie Armenien nicht mit den Augen eines Touristen, sondern mit der Seele eines Armeniers entdecken möchten, wäre es mir eine große Ehre, Sie zu begleiten.

Arevik Avetisyan

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Hayk Harutyunyan

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