An den Hängen der malerischen Hügel Kakhetiens, wo die Sonne großzügig die Weinberge durchflutet und sich die blauen Weiten des Alasani-Tals bis zum Horizont erstrecken, liegt die kleine, aber ungemein anziehende Stadt Sighnaghi. Gegründet im 17. Jahrhundert unter König Erekle II., ist sie die einzige Stadt Georgiens, die ihre alten Festungsmauern bewahrt hat – steinerne Wächter, die sie bis heute in einem schützenden Ring umschließen. Ihr Name stammt vom türkischen Wort "signakh" für "Zuflucht" – und tatsächlich scheint dieser Ort geschaffen, um Ruhe und Frieden zu bewahren.
Doch Sighnaghi ist nicht nur wegen seiner Architektur und Geschichte berühmt. Eine lokale Legende erzählt von dem großen georgischen Maler Niko Pirosmani, der aus Liebe zu der schönen französischen Schauspielerin Marguerite de Sèvre den Stadtplatz mit einem Meer aus frischen Blumen bedeckte. Diese Tat inspirierte das berühmte Lied "Eine Million rote Rosen" und verankerte den Namen der Stadt für immer in den romantischen Erzählungen der Welt.
Heute kann man hier durch grüne Gassen schlendern, grandiose Ausblicke auf die Berge genießen oder im legendären Standesamt heiraten, das rund um die Uhr geöffnet ist. Kein Wunder, dass man sie die "Stadt der Liebe" nennt – die Luft selbst scheint von der Erwartung von Zärtlichkeit und Wundern erfüllt zu sein.