Der jesidische Tempel in Aknalich, bekannt als Quba Mêrê Dîwanê, gilt als der größte jesidische Tempel der Welt und nimmt einen besonderen Platz im geistlichen Leben dieser alten Gemeinschaft ein. Seine Geschichte beginnt Anfang des 21. Jahrhunderts, als er als Symbol des Glaubens, der Einheit und der kulturellen Identität errichtet wurde. Die Architektur vereint auf eindrucksvolle Weise traditionelle Merkmale – den majestätischen Hauptaltar, filigrane Schnitzereien und die charakteristischen Kuppelformen.
Hier finden die wichtigsten religiösen Zeremonien statt, darunter die Feier des jesidischen Neujahrs mit farbenfrohen Riten und gemeinsamen Gebeten. Für die Einheimischen wurde der Tempel nicht nur zu einem Ort der Anbetung, sondern auch zu einem Sinnbild der Standhaftigkeit angesichts der Prüfungen, die ihr Volk durchlebt hat. Trotz der Schwierigkeiten bei Erhalt und Restaurierung bleibt Quba Mêrê Dîwanê ein lebendiges spirituelles Zentrum. Ein Besuch bietet die Möglichkeit, die einzigartige Kultur der Jesiden kennenzulernen, die ihre Traditionen seit Jahrhunderten auf armenischem Boden bewahren.
Die Größe und Atmosphäre des Tempels wecken Ehrfurcht und Respekt, selbst bei jenen, die ihn zum ersten Mal betreten. Quba Mêrê Dîwanê ist nicht nur ein architektonisches Denkmal, sondern auch ein Zeugnis spiritueller Stärke, kulturellen Reichtums und Treue zu den eigenen Wurzeln.