Die Höhlenstadt Vardzia, die im 12. Jahrhundert gegründet wurde, gilt zu Recht als eines der größten historischen Denkmäler Georgiens. Sie liegt 1300 Meter über dem Meeresspiegel am Hang des Berges Erusheti und erhebt sich 100 Meter über dessen Fuß. In ihrer Blütezeit beeindruckte die Anlage durch ihre Dimensionen: bis zu 18 Etagen, verbunden durch ein verworrenes System von Gängen und Tunneln. Hier befanden sich Wohnräume, Speisesäle, Vorratskammern, Bibliotheken und sogar Weinkeller (Marani) – was von der hochentwickelten Kultur und Lebensweise der Bewohner zeugt. In Vardzia gab es ein Wasser- und Abwassersystem, das diese unterirdische Stadt für ihre Zeit erstaunlich modern machte.
Die Höhlenkirche Mariä Himmelfahrt, die in den 1180er Jahren, der Blütezeit Georgiens, entstand, beherbergt eine bedeutende Reihe von Wandfresken. Diese zeigen unter anderem die Apostel Jesu Christi, die Vierzig Märtyrer von Sebaste, die christlichen Prediger Georgiens und georgische Monarchen. Sie war ein zentrales spirituelles und monumentales Zentrum. Die in den Fels gehauene und mit Steinbefestigungen versehene Kirche verfügt über eine geräumige Halle mit einer weiten Apsis und einer Muschel, die von einem Tonnengewölbe überspannt wird. Der westlich angrenzende Raum führt zu einer weiteren, separaten Halle, in der sich ein Tunnel befindet, der in einem Becken mit kaltem Wasser endet.
Heute gehört Vardzia zum Historisch-Architektonischen Museums-Reservat und fasziniert Besucher weiterhin mit der Größe und dem Können der alten Baumeister. Ein Rundgang durch die Galerien gleicht einer Zeitreise und lässt erahnen, wie die Menschen hier vor achthundert Jahren lebten und beteten. Vardzia bleibt nicht nur ein architektonisches Denkmal, sondern auch ein Symbol für die Standhaftigkeit und die geistige Kraft des georgischen Volkes.
Eintritt:
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6.74 USD
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pro Person
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Führungsgebühr:
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1-50
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Personen
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21.58 USD
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