In der malerischen Region Vayots Dzor, verborgen zwischen schroffen Felsen und stiller Natur, liegt die Kirche der Heiligen Gottesmutter von Spitakavor – eines der tiefsten geistigen Symbole Armeniens. Errichtet im 13. Jahrhundert von den Fürsten der Proshyan-Dynastie, trägt sie deren unauslöschliche Spur in Geschichte und Architektur ihrer Zeit. Vom ursprünglichen Klosterkomplex ist nur die Hauptkirche erhalten geblieben, doch schon sie allein ist ein unschätzbares Denkmal mittelalterlicher Kunst und Spiritualität.
Die Steinmauern von Spitakavor atmen harmonische Proportionen, und die feinen Verzierungen zeugen vom hohen Können der Baumeister. Jahrhunderte hindurch war sie ein Ort des Gebets, der Pilgerfahrten und der inneren Einkehr. Eine besondere Bedeutung erhält Spitakavor dadurch, dass an ihrer Südwand Garegin Nzhdeh ruht – ein herausragender Militärführer und politischer Denker, einer der Ideologen der armenischen Befreiungsbewegung. Sein Grab machte die Kirche zu einem Ort nicht nur des Glaubens, sondern auch des nationalen Gedenkens.
Hier verschmelzen Geschichte, Religion und Patriotismus zu einer Einheit und schaffen eine Atmosphäre von Kraft und Ehrfurcht. Ein Besuch von Spitakavor ist weit mehr als ein Ausflug – es ist eine Begegnung mit ewigen Werten, die im Stein und im Geist des armenischen Volkes bewahrt werden.