Im Herzen des Ararat-Tals, nur 40 Kilometer von Jerewan entfernt, erheben sich die Ruinen von Metsamor – einer der ältesten Siedlungen des Armenischen Hochlands. Seine Geschichte reicht tief in die Jahrtausende zurück: archäologische Ausgrabungen haben Schichten aus der späten Steinzeit, der Bronze- und Eisenzeit sowie dem Mittelalter freigelegt. Bereits im 4.-3. Jahrtausend v. Chr. existierte hier ein entwickeltes Zentrum, in dem Handwerke, Rituale und erste Formen gesellschaftlicher Organisation entstanden.
Die auf dem Gelände entdeckten Katakomben bewahren Zeugnisse des Lebens und Glaubens: Kultgegenstände und Alltagsfunde geben Einblick in das Dasein der Bewohner, während ihre Vielfalt auf soziale Schichtungen schon in der Bronzezeit hinweist. Besonders bemerkenswert sind Münzen aus fernen Ländern und Siegel mit ägyptischen Hieroglyphen – Beweise dafür, dass Metsamor kein isoliertes Dorf war, sondern Teil der großen Handelswege der Antike.
Mehr als 22000 Artefakte wurden hier entdeckt, jedes einzelne fügt ein Detail zum Bild einer Zivilisation hinzu, die vor Jahrtausenden hier blühte. Heute sind diese unschätzbaren Funde im nahegelegenen Museum zu sehen, wo die Vergangenheit vor den Augen der Besucher lebendig wird. Metsamor ist ein Ort, an dem Geschichte nicht nur in Büchern steht, sondern direkt aus der Erde atmet und die Erinnerung an die ersten Schritte der Menschheit auf armenischem Boden bewahrt.
Offen:
Di. - Sa.: 10:00 - 18:00
So.: 10:00 - 16:00
Eintritt:
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4.05 USD
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pro Person
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Führungsgebühr:
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1-25
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Personen
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13.50 USD
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26-50
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Personen
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27.01 USD
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