Mit 4090 Metern ist der Berg Aragats der höchste Gipfel Armeniens und eines der eindrucksvollsten Naturwahrzeichen des Landes. Dieser erloschene Vulkan fasziniert durch die ungewöhnliche Form seines Kraters, um den vier Gipfel wie die Blütenblätter einer riesigen Steinblume emporragen: der nördliche (4090 M), westliche (3995 M), östliche (3908 M) und südliche (3888 M).
Besonderen Reiz verleiht ihm der Kari-See, ein Hochgebirgsjuwel auf 3250 Metern mit einem Umfang von etwa 1150 Metern. An klaren Tagen spiegeln seine Wasser das Himmelsblau und die Gipfel des Aragats, was unvergessliche Bilder entstehen lässt. Bäche und Flüsse, die vom Schmelzwasser des Schnees gespeist werden, nähren die Ebene von Ararat, die Wiege der armenischen Zivilisation, und fast alle Gebäude des Landes sind aus vulkanischem Tuffstein erbaut, der aus dem Herzen des Berges stammt und ihnen ein farbenfrohes und charmantes Aussehen verleiht.
Archäologische Funde belegen, dass Menschen schon in der Antike an den Berghängen siedelten, bis etwas über 3000 Meter hinauf. Hier sind noch Spuren alter Siedlungen, Festungen und Kultstätten aus verschiedenen Epochen erhalten.
Für die Armenier symbolisiert der Aragats seit jeher Stärke und Erhabenheit. Heute zieht er Wanderer, Bergsteiger und Fotografen an, die von seinen Hängen aus weite Blicke über das Ararat-Tal und die umliegenden Gebirgsketten genießen. Eine Besteigung des Aragats ist nicht nur ein Naturerlebnis, sondern auch eine Reise in die tiefe Geschichte Armeniens.