Die mittelalterliche Stadtfestung Lori, auch bekannt als Lori Berd, entstand im 11. Jahrhundert und gehörte über lange Zeit zu den bedeutendsten Verteidigungszentren Nordarmeniens. Hinter ihren mächtigen Mauern spielte sich nicht nur das Leben der Krieger ab, sondern auch das der Handwerker, Händler und Familien mit ihren Traditionen und ihrem Alltag. Archäologische Funde – von Waffen und Haushaltsgegenständen bis hin zu feinen Schmuckstücken – lassen die Vergangenheit lebendig erscheinen und vermitteln die Atmosphäre jener Jahrhunderte.
Obwohl die Festung teilweise zerstört ist, sind bis heute einzigartige Spuren ihrer Größe erhalten: alte Bäder, schlichte Kapellen-Grabstätten und Wohnhäuser mit ungewöhnlichen Alltagsfresken, die im Mittelalter selten vorkamen. Diese Darstellungen zeigen keine Könige und Schlachten, sondern alltägliche Szenen – und machen die Festung Lori zu einem besonderen Denkmal der armenischen Baukunst.
Spektakulär gelegen an der Kreuzung tiefer Schluchten, scheint die Festung mit der Natur zu verschmelzen. Einst war sie durch zwei Brücken mit der Außenwelt verbunden: die eine ist nur fragmentarisch erhalten, die andere vollständig rekonstruiert.
Ein Besuch in der Festung Lori ist daher weit mehr als ein Rundgang durch Ruinen – es ist eine Reise in die Geschichte, in der jeder Stein den Atem einer ganzen mittelalterlichen Stadt bewahrt.
Offen:
Di. - Sa.: 10:00 - 18:00
So.: 10:00 - 19:00
Eintritt:
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4.05 USD
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pro Person
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