Unweit der Arshakunyats-Allee, in einer ruhigen Ecke von Jerewan, liegt das Komitas-Pantheon mit Garten – ein Ort des Gedenkens und der Dankbarkeit, an dem bedeutende Persönlichkeiten der armenischen Kultur ihre letzte Ruhe gefunden haben.
Hier ruhen Komponisten, deren Melodien Teil der nationalen Seele geworden sind: Komitas, Romanos Melikyan, Aram Khachaturian und Arno Babajanyan. Neben ihnen liegen Schriftsteller und Dichter, deren Worte das geistige Antlitz der Nation geprägt haben: Avetik Isahakyan, Alexander Shirvanzade, Nairi Zaryan, William Saroyan und Hovhannes Shiraz. Auch Schauspieler, die im Theater und Film bleibende Spuren hinterließen, fanden hier ihre letzte Ruhestätte: Mher Mkrtchyan, Hrachia Nersisyan, Hovhannes Abelyan, Avet Avetyan und Vahram Papazyan. Die Architekten Alexander Tamanyan und Toros Toramanyan, die das Gesicht der Hauptstadt und des Landes prägten, sind hier ebenfalls beigesetzt. Unter den Grabmälern findet man auch den Namen des Historikers Arakel Leo, der sein Leben der Erforschung der armenischen Vergangenheit widmete.
Die Atmosphäre des Pantheons ist erfüllt von erhabener Stille: jedes Denkmal ist mehr als ein Grabstein, es ist ein Symbol des Gedenkens an den Beitrag zur armenischen Kultur und Geschichte. Ein Besuch im Komitas-Pantheon gleicht einem Spaziergang durch eine lebendige Enzyklopädie der armenischen Kunst, in der jeder Schritt an große Namen erinnert, deren Werk Teil des nationalen Erbes geworden ist.