In den windgepeitschten Weiten von Syunik, wo sanfte Hügel in endlose Steppe übergehen, liegt das rätselhafte Karahunj – ein Ort, an dem Himmel und Erde seit Jahrtausenden in stummem Dialog stehen. Dieses prähistorische Kultur- und Geschichtsreservat ist auch als "Zorats Karer" bekannt, was so viel wie "fest stehende Steine" bedeutet. Archäologen datieren dieses antike Bauwerk auf das 6. bis 5. Jahrtausend v. Chr., und obwohl die armenische Regierung dieses Megalithbauwerk im Jahr 2004 als Observatorium anerkannte, behaupten andere Forscher, dass es sich um eine Grabstätte handelt.
Gewaltige Steinblöcke, mit erstaunlicher Präzision aufgestellt, bilden einen geheimnisvollen Kreis; in manchen sind exakt gebohrte Öffnungen zu sehen. Durch sie beobachteten die Priester und Himmelskundigen der Antike vermutlich die Sterne, bestimmten den Wechsel der Jahreszeiten und entwarfen die ersten Himmelskarten. In der Nähe gefundene Petroglyphen belegen, dass die Bewohner dieser Region lange vor der Erfindung der Schrift über bemerkenswert genaue astronomische Kenntnisse verfügten.
Am Abend, wenn die Sonne hinter den Bergen versinkt und der Himmel über Karahunj in einem Meer aus Sternen erstrahlt, scheint es, als könne man das Flüstern jener hören, die einst Antworten im Kosmos suchten.
Der Legende nach bewahren die Steine die Energie des Universums und offenbaren sie nur denjenigen, die mit reinem Herzen kommen. Heute ist Karahunj nicht nur ein archäologisches Denkmal, sondern auch ein Ort, an dem Vergangenheit und endloser Himmel zu einem einzigen Geheimnis verschmelzen.
Eintritt:
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4.05 USD
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pro Person
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