Goris, das Herz von Syunik, liegt eingebettet in einer Bergmulde, als hätte die Erde es vor der Hektik der Welt verborgen. Seit dem 19. Jahrhundert gilt es als Musterstadt, in der durchdachte Planung, schattige Alleen und von Bergkräutern duftende Gärten miteinander verschmelzen. Ringsum entfaltet sich eine Landschaft wie aus einem Traum – bizarr geformte Felsen, bewaldete Hügel und gewundene Schluchten lassen Stadt und Natur eins werden.
Beim Schlendern durch die Gassen spürt man eine besondere Ruhe, einen Lebensrhythmus, der nur hier zu finden ist. Heute ist Goris nicht nur das kulturelle Zentrum von Syunik, sondern auch ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt, der Armenien mit der benachbarten Islamischen Republik Iran verbindet. Seine Gastfreundschaft, seine reiche Geschichte und die Nähe zu einzigartigen Natur- und Kulturdenkmälern machen es zu einem Ort voller Inspiration. Man findet sie im Schein eines Bergsonnenuntergangs, zwischen alten Steinhäusern oder in Gesprächen mit Einheimischen, deren Erzählungen den Geist Syuniks tragen.
Goris ist weit mehr als ein Punkt auf der Landkarte – es ist die lebendige Visitenkarte Südarmeniens, wo Vergangenheit und Gegenwart in seltener Harmonie verschmelzen. Hier scheinen das vulkanische Plateau von Syunik und das Faltengebirge von Zangezur miteinander zu verschmelzen, und durch Erdrutsche entstehen Felspyramiden.